Welche Kosten hat der Verkäufer einer Immobilie?
Aktualisiert am 25. Oktober 2026 · 5 Min. LesezeitBeim Immobilienkauf trägt der Käufer den Großteil der Nebenkosten – etwa Grunderwerbsteuer, Grundbucheintragung und meist auch die Vertragserrichtung. Aber auch als Verkäufer solltest du mit einigen Kosten rechnen.
Die wichtigsten Kosten für Verkäufer
- Maklerprovision: Gesetzlich gedeckelt; bei Kaufpreisen über rund 48.500 € beträgt sie für den Verkäufer höchstens 3 % des Kaufpreises zuzüglich 20 % USt. Die tatsächliche Höhe wird im Maklervertrag vereinbart.
- Energieausweis: Pflicht beim Verkauf. Die Kosten hängen von Objektart und Größe ab.
- Lastenfreistellung: Ist noch ein Kredit im Grundbuch eingetragen, muss er abgelöst und das Pfandrecht gelöscht werden. Je nach Bank können dafür Gebühren anfallen.
- Immobilienertragsteuer: Grundsätzlich 30 % des Veräußerungsgewinns – mit wichtigen Ausnahmen, etwa für den Hauptwohnsitz. Bei Altvermögen gelten Pauschalsätze, die ab 2027 steigen.
- Unterlagen: Grundbuchsauszug, Pläne oder ein Nutzwertgutachten können geringe Gebühren verursachen.
Was üblicherweise der Käufer zahlt
- Grunderwerbsteuer (in der Regel 3,5 % der Bemessungsgrundlage)
- Grundbucheintragungsgebühr (1,1 %)
- Kosten für Kaufvertrag und Treuhandschaft
- Gegebenenfalls eine eigene Maklerprovision und Finanzierungskosten
Wer welche Kosten trägt, kann im Einzelfall anders vereinbart werden. Eine vollständige Übersicht findest du in der offiziellen Nebenkostenübersicht, die wir dir als PDF zur Verfügung stellen.
Hinweis: Diese Übersicht ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Für deine konkrete Situation sprich mit deinem Steuerberater oder der Vertragskanzlei.
Die offizielle Nebenkostenübersicht für Kauf und Verkauf zum Nachlesen.Nebenkostenübersicht (PDF)